Fruchtzwerge
sind und bleiben > Süßigkeit – Traubenfruchtsüße
nicht wertvoller als Kristallzucker
„Ohne
Kristallzucker“ und „mit der Süße aus
Früchten“ – so lautet derzeit die Werbung für
die neuen Fruchtzwerge. Anstelle von Kristallzucker wird bei der
Herstellung Traubenfruchtsüße verwendet. Das ist laut
Herstellerangaben ein Dicksaft aus reifen Trauben, der hauptsächlich
aus Wasser, Frucht- und Traubenzucker besteht.
In einer Zeit,
in der Übergewicht bei Kindern immer häufiger Thema ist,
versucht der Hersteller, seinem Produkt damit ein gesünderes
Image zu geben. Genau betrachtet unterscheidet sich die
Zusammensetzung der Traubenfruchtsüße jedoch nicht von
Kristallzucker. Aus diesem Grund hat das österreichische
Bundesministerium für Konsumentenschutz den Verein für
Konsumenteninformation beauftragt, den Hersteller wegen irreführender
Werbung zu verklagen.
Mit der Umstellung der Rezeptur wurde
der Kohlenhydratgehalt von 7,9 auf 7,2 Gramm je Becher verringert.
Für die Variante „weniger süß“ liegt der
Zuckeranteil jetzt bei 6,2 statt 6,7 Gramm. Obwohl Früchte
namensgebend sind, kommen sie mit einem Anteil von nur sechs Prozent
im Produkt vor. Pro Becher sind das lediglich drei Gramm, also etwa
eine halbe Erdbeere. Der „aid
infodienst“ empfiehlt Eltern deshalb, auch die neuen
Fruchtzwerge eher als Süßigkeit zu betrachten.
Eine
wirklich gesunde und schmackhafte Alternative ist Naturjoghurt mit
viel frischem kleingeschnittenem Obst.