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Zink – Schutz für das Immunsystem


Synonyme
Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vor allem in Knochen, Haut und Haaren enthalten ist

Hauptvorkommen in der Natur
Zink wird aus Lebensmitteln tierischer Herkunft im Allgemeinen besser aufgenommen als aus pflanzlichen Produkten. Der Verzehr von Fleisch, Geflügel und Fisch sowie Milch und Milchprodukten ist daher im Hinblick auf eine gute Zinkversorgung empfehlenswert. Da Koffein die Zinkaufnahme hemmen kann, sollten Sie Kaffee lieber zwischen als zu den Mahlzeiten trinken. Zu beachten ist auch, dass Weizenkleie die Zinkaufnahme vermindert.

Eigenschaften

Neben Eisen ist Zink das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Es ist für die Funktion von über 300 Enzymen notwendig und spielt unter anderem eine wichtige Rolle für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Das Spurenelement leistet aber noch deutlich mehr: So ist Zink z.B. auch an der Produktion zahlreicher Hormone und Nervenbotenstoffe beteiligt. Sinne wie Sehen, Hören, Riechen und Schmecken sind von einer guten Zinkversorgung abhängig.


In der Medizin kommt Zink neben der Stärkung des Immunsystems auch bei Diabetes mellitus, Hauterkrankungen und Haarausfall, zur Allergievorbeugung sowie bei Erkältungen zum Einsatz.

Neue Studien zufolge kann die hochdosierte Gabe von Zink die Erkältungsdauer halbieren.

Dennoch ist kaum ein Mensch mit Zink versorgt.

Besonders ältere Menschen, Kinder und Jugendliche leiden häufig unter Zinkmangel.


Zink wirkt vor allem dann sehr gut, wenn es in seiner natürlichen Form an die körpereigene Aminosäure Histidin gebunden ist. Denn das natürliche Zink wird, so das Ergebnis mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen, in Kombination mit Histidin besser vom Körper aufgenommen als herkömmliche Zinksalze. In dieser Form gelangt Zink deutlich schneller in die Zellen, um dort seine vielfältige Wirkung zu entfalten. Auch eine Kombination von Zink mit Vitamin C ist sinnvoll, um das Immunsystem zu stärken und den Zellschutz zu verbessern.



Nährstoff Interaktionen
Cystein
Fördert Zink-Resorption.

Eisen
Wenn das Eisen-Präparat ein Verhältnis von Eisen zu Zink von > 2:1 besitzt, ist die Zink-Resorption vermindert.

Calcium
Calcium kann die Zink-Resorption vermindern.

Kupfer
Vermindert Zink-Resorption und erhöht renale Zink-Ausscheidung.

Phytate (z.B. Getreidekleie)
Vermindert Zink-Resorption.

Vitamin A
Fördert Zink-Resorption.

Vitamin B2 (Riboflavin)
Fördert Zink-Resorption.

Vitamin B6
Fördert Zink-Resorption; Vitamin B6-Mangel vermindert Zink-Spiegel im Plasma.

Vitamin E
Vitamin-E-Mangel vermindert Zink-Spiegel im Plasma und kann die Auswirkungen eines Zink-Mangels verschärfen.





Funktionen
Zink ist an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt, davon sind derzeit etwa 300 bekannt. Zink mischt im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel mit. Aufbau- und Umbauvorgänge im Körper könnten ohne Zink nicht stattfinden. Auch der Säure-Basen-Haushalt des Körpers ist von einer ausreichenden Zinkversorgung abhängig.
Zuckerkranke sollten unbedingt auf eine ausreichende Zink-Zufuhr achten, da Zink sowohl am Aufbau als auch an der Funktion des Zuckerhormons Insulin beteiligt ist.
Auch bei anderen Hormonen, insbesondere Geschlechtshormonen, kommt Zink zum Einsatz. Die Fruchtbarkeit des Mannes ist gleichfalls von einer ausreichenden Zinkversorgung abhängig. Zink beeinflusst insbesondere auch die Funktion der Vorsteherdrüse, der Prostata.
Das Immunsystem profitiert ebenfalls von Zink: Wichtige Abwehrzellen, so genannte T-Zellen, werden unter dem Einfluss von Zink gebildet. Weitere Aufgabengebiete von Zink beziehen sich auf das Sehen in der Dämmerung, den Geschmackssinn und die Wundheilung. Zink findet deshalb vielfältige Anwendung in Cremes und Salben.



Empfohlene Tageszufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt:

Alter

Zink
mg/Tag





m

w

Säuglinge



0 bis unter 4 Monate

1,0

4 bis unter 12 Monate

2,0




Kinder



1 bis unter 4 Jahre

3,0

4 bis unter 7 Jahre

5,0

7 bis unter 10 Jahre

7,0

10 bis unter 13 Jahre

9,0

7,0

13 bis unter 15 Jahre

9,5

7,0




Jugendliche und Erwachsene



15 bis unter 19 Jahre

10,0

7,0

19 bis unter 25 Jahre

10,0

7,0

25 bis unter 51 Jahre

10,0

7,0

51 bis unter 65 Jahre

10,0

7,0

65 Jahre und älter

10,0

7,0




Schwangere


10,0




Stillende


11,0



Mangel
Ein erhöhter Bedarf an Zink liegt vor allem bei Senioren, Jugendlichen und Kleinkindern vor. Diäten, Resorptions-, Bauchspeicheldrüsenstörungen, entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder die genetisch bedingte Krankheit Acrodermatitis enteropathika können einen Zinkmangel verursachen. Auch bei Nieren- und Leberkrankheiten, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Leistungs-sportlern, Diabetikern sowie bei Infektionen oder Gewebezerstörungen nach Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt oder rheumatischen Erkrankungen muss mit Zinkmangel gerechnet werden.
Zinkmangel kann auch nahrungsbedingt vorkommen, insbesondere bei Ernährung mit überwiegend kleiehaltigen Nahrungsmitteln, die sehr viel Phytinsäure enthalten. Phytinsäure blockiert die Aufnahme von Zink und anderen Mineralstoffen im Körper. Da kleiehaltiges Fladenbrot nur mit Wasser und Mehl, ohne Sauerteig oder Hefe hergestellt wird, wird die Phytinsäure nicht abgebaut und es kommt auf Dauer zu Wachstumsstörungen und zur Kleinwüchsigkeit. Auch zu viel Calcium oder Oxalsäure, die in Spinat oder Kakao enthalten ist, können die Zinkaufnahme behindern und die überwiegende Ernährung mit industriell verarbeiteten, nährstoffarmen Nahrungsmitteln kann einen Zinkmangel begünstigen.

Zinkmangel äußert sich auch in erhöhter Infektanfälligkeit, Haarausfall, schlecht heilenden Wunden sowie Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns.

Zu den häufigsten Ursachen einer mangelhaften Zinkversorgung zählen vegetarische Ernährung, Diäten, Fastfood, phosphathaltige Softdrinks wie Cola oder Limonade sowie Alkohol.


Anzeichen von Zink-Mangel

  • Akne

  • Depression

  • Geruchs- und Geschmacksempfindungsstörung

  • Haarausfall

  • Hautentzündungen

  • Immunschwäche

  • Infektionsanfälligkeit

  • Konzentrationsstörungen

  • Lernschwäche

  • Nachtblindheit

  • Reizbarkeit

  • Verminderte Resistenz gegen Umweltgifte und Strahlung

  • Verminderte Spermienbildung beim Mann

  • Verspätetet Pubertät

  • Verzögerter Eisprung bei der Frau

  • Verzögerung der sexuellen Entwicklung

  • Wachstumsstörungen

  • Wundheilungsstörung


Überdosierung
Im Unterschied zu den häufigen Zinkmangelzuständen werden Zinkexzesse selten beobachtet. Erst bei Dosierungen von über 150 mg Zink pro Tag während mehrerer Wochen werden Störungen der immunologischen Balance beschrieben. Bei täglichen Zinkdosierungen von mehr als 25 mg während mehr als 6 Wochen, ist insbesondere auf die Wechselwirkungen mit Kupfer, Mangan, Calcium und Eisen zu achten. Nebenwirkungen einer solchen Zinktherapie entsprechen oft Mangelzuständen dieser Mineralstoffe oder Spurenelemente. Diesem Umstand kann bequem vorgebeugt werden, indem ein orthomolekulares Multivitamin-Mineral-Präparat zur Balancierung parallel mitverordnet wird.





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