Kreatin
im Ausdauersport Kreatin
ist ein wichtiger Nährstoff im Energiestoffwechsel. Je mehr
Kreatin im Muskel gespeichert ist, desto höher ist die Energie
unter Maximalbelastung. Daher wurde Kreatin bisher auch nur im
Kraftsport und für Sportarten, in denen die Kurzzeitbelastung im
Vordergrund steht, empfohlen.
Doch
Kreatin spielt auch eine wichtige Rolle bei der Einspeicherung von
Kohlenhydraten in die Muskulatur. Je schneller und je mehr
Kohlenhydrate ein Ausdauersportler besonders nach dem Training
speichern kann, desto schneller beginnt die Regeneration. Nur unter
diesen Voraussetzungen sind Leistungssteigerungen im Ausdauersport
möglich. Sportler sprechen in diesem Zusammenhang auch von
„Carboloading“. Die Zunahme des Muskelglykogens
(gespeicherte Kohlenhydrate in der Muskulatur) kann innerhalb von
fünf Tagen bis zu 70 Prozent betragen.
Für
die Praxis – Carboloading mit Kohlenhydraten plus
Kreatin Nehmen
Sie direkt nach dem Training ein Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm
Körpergewicht und ein bis zwei Gramm Kreatin zu sich. Ein
starker Gewichtsanstieg ist durch das Kreatin nicht zu erwarten. Das
Ergebnis ist eine gesteigerte Leistungsfähigkeit. Kreatin gibt
es in Form von Pulver, Kapseln, Kautabletten und angereicherten
Energieriegeln.
Achten
Sie beim Kauf auf Qualität! Achten Sie auf das Creapure-Logo!
Qualität
von Kreatin
Als
Kreatin auf den Markt kam, waren Preise von bis zu 100,– DM für
500 Gramm üblich. Mittlerweile werden 500 Gramm Kreatin für
12,– bis 25,– Euro angeboten. Der Ansturm von
Billiganbietern führte u a. zu diesem Preisverfall.
Doch
es gibt auch Unterschiede in der Qualität. Der synthetische
Herstellungsprozess kann aufwendig und sicher, sowie vereinfacht und
günstig durchgeführt werden. Zur Herstellung wird u.a.
Kalkstickstoff benötigt. Um billiger produzieren zu können,
werden mitunter minderwertige Ausgangsmaterialien eingesetzt, sowie
die Anzahl der Reinigungsschritte verringert. Das Ergebnis ist ein
Kreatin von schlechter Qualität und geringer Reinheit.
Leider
lässt sich dies weder durch Geruch, noch anhand des Aussehens
feststellen. Lediglich im Labor können Unterschiede erkannt
werden. Häufig wird von den Günstigherstellern nur der
Kreatin-Gehalt bestimmt. Sie wollen glauben machen, dass es sich beim
Rest um Kristallwasser handelt. Da die Möglichkeiten der Analyse
immer besser werden, kann heute auch der Creatinin-, Dicyandiamid-
und Dihydrotriazingehalt bestimmt werden. Hier einige Fakten zu
diesen Substanzen.
Creatinin Creatinin
ist ein natürliches Abbauprodukt des Kreatins. Es entsteht durch
spontane nicht enzymatische Zyklisierung unter Wasseraustritt aus
Kreatin und wird über die Niere ausgeschieden. Unter Umständen
können höhere Konzentrationen bei vorgeschädigten
Nieren zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen.
Creatinin sollte daher im Ausgangsprodukt in möglichst geringer
Menge vorhanden sein.
Dicyandiamid Es
wird spekuliert, dass aus dieser Verbindung im menschlichen Körper
möglicherweise toxische Verbindungen (der monozyklische
chlorierte Kohlenwasserstoff 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan [HCN]
bzw. Cyanide) entstehen könnten. Dicyandiamid wird vom Körper
über die Nieren ausgeschieden. Schlechte Produktionsmethoden und
mangelnde Reinigung sind bei Kreatin-Billigangeboten häufig
Gründe für höhere Konzentrationen.
Dihydrotriazines
(DHTs) Dihydrotriazines
ist Grundstoff zur Herstellung von Farben und Pflanzenschutzmitteln.
Es ist eine Verbindung mit unbekannten pharmazeutischen und
toxikologischen Eigenschaften. Diese Verbindung kommt
natürlicherweise nicht im menschlichen Körper vor und
könnte dort daher nachteilig wirken.
Im
Interesse der eigenen Gesundheit sollten Sie den Hersteller vor dem
Kauf von Kreatin-Produkten fragen, ob sein Produkt frei von den
genannten Substanzen ist. In der Regel sind teure Produkte frei von
Creatinin, Dicyandiamid, Dyhydrotriazines (DHTs). Um ganz auf Nummer
Sicher zu gehen, sollte darauf geachtet werden, dass auf dem Produkt
das Creapure-Logo abgebildet wird. Creapure steht für das
reinste Kreatin in europäischer Qualität.
Literatur Green
at Al. Carbohydrate ingestion augments skeletal
muscle creatine accumulation during creatine supplementation in
humans. Am. J. Physiol. 271: E821 bis E825, 1996